Einmal im Monat findet bei uns in Dresden das so genannte „Kaffee für Alle“ statt. Es wird gemeinsam geschnippelt, gekocht, Tee getrunken, Musik gehört, geredet und zu guter Letzt natürlich gegessen. Meistens kochen entweder Paten oder Mentees, aber manchmal auch wir selbst. Den Köchen sind bei der Auswahl der Gerichte keine Grenzen gesetzt – so hatten wir schon viele verschiedene arabische Köstlichkeiten, aber auch deutsche und beispielsweise russische Küche auf dem Tisch.

Zu schmecken scheint es aber immer ausgezeichnet – denn uns wird jedes Mal förmlich die Bude eingerannt. Das „Kaffee für Alle“ ist wohl eine unserer am meisten besuchten Veranstaltungen. Und alle kommen einfach nur, um zusammen zu sitzen und lecker zu essen. Hier gibt es keinen Unterricht und auch keine Beratung, es geht einzig und allein um das Beisammensein und die Interaktion. Und es freut uns sehr, dass es so gut ankommt!

Die lockere Atmosphäre, die beim Kochen und Essen entsteht, bietet aber auch eine gute Gelegenheit dazu, sich über schwierige Themen auszutauschen oder Kontakte zu knüpfen, sei es zum Beispiel für die Jobsuche oder bei anderweitigen Problemen, bei denen Hilfe benötigt wird. So finden sich Patenschaften ganz nebenbei!

An diesen Tagen ist es immer besonders schön zu sehen, wie die Kulturen sich vermischen und es gar kein Problem ist, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen. Das Gegenteil ist der Fall, denn es ist für alle eine enorme Bereicherung. Genau dieses Beisammensein sollte in Deutschland zur Normalität werden und überall stattfinden, nicht nur im „Kaffee für Alle“.

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