Das interkulturelle Aktionszelt am 21. September 2018 auf dem Augustusplatz in Leipzig war eines der Höhepunkte der interkulturellen Wochen der Stadt. Viele verschiedene Vereine, Projekte und Initiativen fanden auf den Bänken vor dem Zelt Platz und hatten so die Möglichkeit, sich vorzustellen. Es gab jede Menge Flyer, internationale Spezialitäten, Spiele und natürlich viel Dialog.

Auch „Wir sind Paten“ hatte einen kleinen Stand aufgemacht und sich passend zum Motto der interkulturellen Wochen „Vielfalt gestalten“ ein Spiel überlegt. Jedoch keines mit Karten oder Spielbrett, sondern mit Menschen. Ein „interaktives Menschen-Memory“. Los ging es damit aber nicht sofort, denn zunächst stellten sich kurz ein paar Vereine vor und es gab auch noch etwas auf die Ohren. Auch hier wurde die Vielfalt der Interkulturellen Wochen deutlich, denn von einem deutschen Musiktrio bis zu afrikanischer Trommelmusik war alles dabei. Schon dabei haben sich nach und nach die Bänke mit einigen Menschen gefüllt, für unser Memory eine gute Voraussetzung.

So fanden sich schnell die ersten Interessierten und es konnte losgehen: Ein Spieler zieht nacheinander Kärtchen mit Eigenschaften oder Vorlieben und muss aus unserem Kreis zwei Personen auswählen, von denen er diese Eigenschaft bzw. Vorliebe erwarten würde. Im Voraus haben sich also aus Mitgliedern von WsP, die Lust hatten mitzuspielen, Zweierpärchen gebildet und diese haben sich eine gemeinsame Eigenschaft ausgesucht. Das Besondere hierbei war, dass es sich um Gemeinsamkeiten handelte, die dem Pärchen nicht auf den ersten Blick anzusehen oder vielleicht auch gar nicht erwartbar waren. Zum Beispiel, dass eine Deutsche und eine Syrerin beide erst seit zwei Jahren in Leipzig wohnen, beide gerne Hummus essen oder auch, dass zwei junge Menschen mit arabischem Akzent, eine Frau und ein Mann, beide Informatik studieren.

Während des Spielens gab es nicht nur sehr viel Erstaunen, sondern auch Verwirrung und vor allem Spaß. Hauptsächlich, weil die meisten Gemeinsamkeiten so unerwartete Memory-Pärchen zum Vorschein brachten. Und genau das war natürlich das Ziel des Spiels: Zu zeigen, dass es unerwartete Gemeinsamkeiten zwischen Menschen geben kann und zwar auch, wenn sie aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen und/oder Religionen kommen. Das Spiel zeigte also auf, dass es wichtiger als alles andere ist, miteinander ins Gespräch zu kommen, um genau diese Gemeinsamkeiten zum Vorschein zu bringen und „einen Blick unter die Karten werfen zu können“.

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